Die Mutter aller Websites: Hypertext Markup-Language (HTML)
Eine Website mit Hilfe von Stylesheets gestalten: CSS
Der Website weitere Funktionen hinzufügen: JavaScript
Rasmus Lerdorf entwickelte 1995 die Programmiersprache PHP (damals Personal Home Page Tools, heute Hypertext Preprocessor) zur Protokollierung der Zugriffe aus seinem Online-Lebenslauf. Heutzutage ist PHP jedoch viel weiter entwickelt, der Anwendung sind praktisch keine Grenzen gesetzt – Foren, Blogs, Gästebücher, Zugriffzähler, Content Management Systeme, Onlineshops und unendlich viel mehr lässt sich mit PHP realisieren. PHP ist Open-Source Software und entwickelt sich daher sehr rasch weiter. PHP ist meiner Meinung nach eine der mächtigsten Programmiersprachen für Webanwendungen, da sie leicht erlernbar ist, gut mit Datenbanken zusammenarbeiten kann und mit vielen Funktions- beziehungsweise Programmbibliotheken (zum Beispiel um Grafiken dynamisch auf einer Webseite zu generieren) erweiterbar ist. Aber wie funktioniert PHP?
PHP wird serverseitig interpretiert, das bedeutet, dass der eigentliche PHP-Code nicht an den Client übermittelt wird, sondern nur die Ausgabe des Skriptes. Die Ausgabe kann dabei nicht nur in einem HTML-Dokument erfolgen (was jedoch meistens der Fall ist), sondern beispielsweise auch in einer PDF-Datei oder in einer Grafik. Schematisch dargestellt funktioniert PHP folgendermaßen: Der Client stellt eine Anfrage, zum Beispiel auf die Datei beispiel.php, diese Anfrage gelangt zum Webserver. Der Webserver lädt die Datei von der Festplatte und merkt, dass es sich um eine PHP-Datei handelt. Deswegen schickt er die Datei nicht sofort zurück an den Client (wie es bei „normalen“ HTML-Dateien der Fall wäre), sondern übergibt die Datei an den PHP-Interpreter. Der PHP-Interpreter erzeugt anschließend die Ausgabe des Scripts (er interpretiert das PHP-Script) und leitet diese wieder zurück an den Webserver. Der Webserver hat nun eine Ausgabe, die er an den Client zurückschicken kann (wie schon erwähnt wurde, ist die
Ausgabe meist in einer HTML-Datei).
Die Vorteile der serverseitigen Ausführung eines Scriptes liegen auf der Hand: Der Client muss über keinerlei Fähigkeiten verfügen, ein solches Script auszuführen, es können keine Inkompatibilitäten auftreten, wie es beispielsweise bei JavaScript und verschiedenen Browsern der Fall wäre. Außerdem bleibt der Code eines solchen Scriptes für den Besucher uneinsehbar, weil es am Webserver liegt und sobald es angefordert wird, vom PHP-Interpreter ausgeführt wird – der Besucher bekommt nur die generierte (dynamische) Ausgabe zu sehen.
Nachteilig ist allerdings, dass ein nach diesem Prinzip funktionierendes Script mehr Rechenleistung benötigt, da es bei jeder Anfrage erneut vom Interpreter ausgeführt werden muss. Ein weiterer Nachteil ist außerdem, dass bei nachlässiger Programmierung oder Konfiguration des Servers sehr schnell erhebliche Sicherheitslücken auftreten können.