Die Mutter aller Websites: Hypertext Markup-Language (HTML)
Eine Website mit Hilfe von Stylesheets gestalten: CSS
Der Website weitere Funktionen hinzufügen: JavaScript
JavaScript wurde von der Firma Netscape als eine sinnvolle Erweiterung für HTML eingeführt. JavaScript ist somit kein fester Bestandteil von HTML, sondern nur eine Möglichkeit, Webseiten für den Benutzer zugänglicher und interessanter zu machen. JavaScript ist im Gegensatz zu HTML keine Markup-Sprache, sondern eine Programmiersprache. Wie im Kapitel 2.5 – Vergleich dynamische / statische Websites beschrieben, wird JavaScript zur Laufzeit vom Browser interpretiert und ausgeführt. Für Anfänger ist JavaScript bestimmt eine ziemliche Herausforderung, geht es doch um Dinge wie Methoden, Schleifen, Operatoren, Funktionen, Wenn-Dann-Anweisungen, Variablen und vielem mehr. Möchte man JavaScript lernen, sollte man sich während der Arbeit immer vor Augen halten und vorstellen können, was im Computer gerade passiert. Dafür ist JavaScript aber eine sehr einfach zu erlernende Programmiersprache, weil wichtige Elemente der umfangreicheren Programmiersprachen (wie zum Beispiel C++ oder PHP) fehlen. Dazu gehören zum Beispiel Dateioperationen und Arbeitsspeicherverwaltung. Das bedeutet, man kann mit JavaScript beispielsweise keine Daten aus Dateien auslesen, wie es mit PHP der Fall wäre. Dies hat aber auch einen Einfluss auf die Sicherheit einer Website und vor allem auf die Sicherheit des Anwenders. In der Vergangenheit wurde von den Benutzern JavaScript oft deaktiviert, weil diese fürchteten, JavaScript könnte Daten auf ihrer Festplatte löschen oder den Computer funktionsuntüchtig machen. Dies ist aber aus den oben genannten Gründen nicht möglich. Dennoch ist JavaScript in Verruf geraten, aber das liegt nicht daran, dass JavaScript „böse Sachen“ bei den Clients angestellt hat. Vielmehr sind daran die Programmierer selbst schuld, da sie schlechte Programme geschrieben haben. So sind beispielsweise auf angeblichen „Hochsicherheitsseiten“ die Funktion der rechten Maustaste gesperrt oder zig PopUps vorhanden. Das steigert die Benutzerfreundlichkeit natürlich überhaupt nicht. Natürlich kann man mit JavaScript auch nützliche Dinge
realisieren, beispielsweise die im vorigen Kapitel beschriebenen Browserweichen für CSS (Schematisches Beispiel, kann man nicht eins zu eins übernehmen: WENN (Internet-Explorer) DANN {Lade iestyle.css} ANDERNFALLS {Lade style.css}). Auch andere nützliche Dinge kann man mit JavaScript erreichen, beispielsweise eine Uhr- und Datumsanzeige (http://pictures.greatstuff.at/) oder einen dynamisch erzeugten Text, den man nur ein einziges Mal ändern muss, damit er auf allen Seiten angezeigt wird, in denen das Script eingebunden ist (http://www.greatstuff.at/ rechtes Infomenü „Letztes Update“-Box).
Natürlich ist es möglich, eine komplette Website mittels JavaScript dynamisch zu erzeugen. Allerdings hat das nicht viel Sinn und wirkt sich bestimmt nicht positiv auf die Ladezeit einer Seite aus. Doch das größte Problem bei Java-Script Verlinkungen ist die Tatsache, dass Suchmaschinen kein JavaScript interpretieren können. Wird also eine Verlinkung dynamisch mit JavaScript erzeugt, wird zwar diese Seite von den Suchmaschinen durchsucht, den Links wird aber nicht gefolgt. Das bedeutet, dass die Unterseiten nicht in die Datenbank der Suchmaschine aufgenommen werden können und so nicht gefunden werden. Deutlich weniger Benutzer auf der Seite sind die Folge.
Wer also JavaScript verwenden möchte, sollte sich im Klaren darüber sein, was man damit machen kann und was nicht. Man sollte außerdem immer darauf achten, dass die Webseite auch ohne eingeschaltetes JavaScript ordnungsgemäß funktioniert.