Ein Content Management System birgt viele Vorteile, aber auch Nachteile beziehungsweise Risiken. Zu Beginn dieses Kapitels möchte ich die Vorteile von Content Management Systemen behandeln.
Der größte Vorteil, der für ein CMS spricht, ist bestimmt die einfache und schnelle Bearbeitung der Inhalte. Ein gutes CMS zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass der Anwender des Systems, auch ohne Programmierkenntnisse, der Webpräsenz einfach und schnell neue Inhalte hinzufügen kann. Des Weiteren sind die meisten Content Management Systeme nicht Standort gebunden, sprich berechtigte Benutzer können von jedem Punkt der Erde aus (an dem ein Internetanschluss vorhanden ist) die Webpräsenz verändern und erweitern (für nähere Information siehe: Welche Arten von Content Management Systemen gibt es?). Durch ein gut strukturiertes Rechtesystem können mehrere Redakteure gleichzeitig an der Website arbeiten (Beispielsweise neue Inhalte erstellen oder editieren). Außerdem stehen für Content Management Systeme (besonders für Open-Source Systeme) unzählige Erweiterungen (zum Beispiel Suchmaschinen, Gästebücher oder Foren) zur Verfügung.
Leider gibt es auch bei Content Management Systemen enorme Nachteile und Risiken. Die wichtigsten lege ich hier dar.
Ein Content Management System benötigt viel höhere Ressourcen am Webserver und stellt in Hinsicht auf die Technologien viel größere Ansprüche an diesen. So benötigt eine CMS beispielsweise eine Datenbankanbindung und einen Interpreter für serverseitig ausgeführte Programmiersprachen (als Beispiel: PHP). Die Kosten für einen solchen Webserver sind natürlich höher als für einen Webserver, der diese Technologien nicht beherrscht. Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt sind etwaige Sicherheitslücken, die bei schlechter Programmierung des Content Management Systems auftreten können. Gerade Webseiten, die mit PHP erstellt wurden, bieten eine Angriffsfläche für Hacker oder Cracker. Obwohl die Sicherheitsrisiken bei den bekannten und oft verwendeten Content Management Systemen wie Joomla! oder TYPO3 nicht allzu groß sind, sollte man den Sicherheitsaspekt bei der Wahl des CMS nicht außer Acht lassen. Auch sollte man die Kosten, die ein CMS verursacht, nicht unbeachtet lassen. Open-Source Lösungen sind zwar kostenfrei zu beziehen, allerdings kann sich ein geeigneter Webserver ziemlich zu Buche schlagen, wie oben schon erwähnt wurde. Richtig teuer sind allerdings Content Management Systeme, die extra für den Endanwender programmiert wurden oder unter einer kostenlosen Lizenz verfügbar sind.