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Welche Arten von Content Management Systemen gibt es?

Bei Content Management System unterscheidet man primär zwischen serverseitigen Systemen und clientseitigen Systemen beziehungsweise einer Mischung aus beiden.
Für ein serverseitiges Content Management System benötigt man eine Programmiersprache, die direkt am Server ausgeführt wird. Dazu zählt zum Beispiel PHP. In Verbindung mit der serverseitig ausgeführten Programmiersprache muss eine Datenbank stehen, in der die Daten (direkt am Server) gespeichert werden. Die in der Datenbank gespeicherten Daten stellen die Inhalte (den Content) der Webseiten dar. Ein serverseitiges Content Management System kann von jedem Punkt der Erde aus, auf dem ein Internetzugang vorhanden ist, verwaltet werden, unabhängig davon, von welchem Rechner aus das System installiert wurde. Zur Änderung der Website genügt ein normaler Browser. Alle Daten des Content Management Systems werden auf dem Webserver gespeichert. Bei einem solchen System können beliebig viele Personen an der Gestaltung der Website teilnehmen, viele dieser Systeme besitzen auch ein umfangreiches Berechtigungsystem – so kann der „Hauptadministrator“ festlegen, welche Person was an der Website verändern darf.
Ein clientseitiges Content Management System benötigt ein Programm, das auf dem Rechner des Administrators beziehungsweise der Berechtigten installiert sein muss, um die Webseiten zu editieren. Die Daten der Website werden nach der Erstellung oder Änderung über das FTP-Protokoll an den Webserver übermittelt. Ein clientseitiges Content Management System eignet sich besonders gut für Websites, deren Inhalte sehr große Daten sind. Große Datenmengen lassen sich über das Internetprotokoll nur mit einem enormen Zeitaufwand bearbeiten, daher macht eine Bearbeitung einer solchen, großen, Datei auf einem lokalen Rechner mehr Sinn. Außerdem können nicht alle Dateien über den Browser verändert werden, bei einem Video ist dies beispielsweise der Fall. Auch für Fotos und Grafiken gibt es nur beschränkte Möglichkeiten, diese direkt im Browser zu verändern.
Zusätzlich gibt es auch noch eine Mischung aus clientseitigen und serverseitigen Systemen. Bei solchen Systemen ist beispielsweise die Bearbeitung für bestimmte Gruppen (von berechtigten Personen) von verschiedenen Standorten aus möglich. Eine berechtigte Person kann so zum Beispiel direkt aus einem Programm (als Beispiel: Microsoft Word mit zusätzlichem Plug-In) die Webseite verändern. Die Daten werden dann, wie bei einem clientseitigen System, an den Webserver übertragen.
Diese Systeme werden allerdings noch weiter unterteilt. Sie unterscheiden sich nämlich in der Art, wie sie die Daten an den Benutzer liefern. Es gibt so genannte volldynamische Systeme, statische Systeme und hybride Systeme.
Volldynamische Systeme erzeugen bei jedem Aufruf eines Benutzers die Ausgabe neu. Somit wird sichergestellt, dass die Ausgabe der Webseiten für den Benutzer immer die aktuellste ist. Auch eine Personalisierung für den Besucher ist so sehr einfach realisierbar. Allerdings kann die Ladezeit der Seiten für den Benutzer unangenehm lang werden, wenn der Server stark belastet wird (durch viele Benutzer auf einmal).
Statische Systeme liefern in der Regel die höchste Performance für den Besucher, weil sie die Daten der Webseiten komplett im Vorhinein erstellen und diese am Webserver ablegen. Eine Personalisierung der Webseiten für den einzelnen Benutzer ist allerdings mit rein statischen Dokumenten nicht möglich.
Ein hybrides System vereint die Vorteile der statischen und dynamischen Systeme. Es müssen nur jene Inhalte, die aus einer Datenbank gelesen werden, dynamisch erzeugt werden. Solche Inhalte sind beispielsweise personalisierte Inhalte, Shopdaten oder Suchabfragen. Die restlichen Inhalte, die nicht laufenden Änderungen unterzogen werden (diese wären zum Beispiel die Navigation oder das Grundgerüst der Website) werden statisch abgespeichert. So wird ein schneller Seitenaufbau bei hoher Aktualität erreicht.

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